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Salesianer Don Boscos

Unwetter verursacht schwere Schäden am Kloster Benediktbeuern

Veröffentlicht am: 26. August 2023

 

Orkanartige Böen, heftiger Starkregen und tennisballgroße Hagelkörner verursachten am 26. August 2023 schwere Schäden am Kloster Benediktbeuern. An nahezu allen Gebäudeteilen der oberbayerischen Klosteranlage wurden die jeweils nach Westen ausgerichteten Fassaden und Dächer schwer beschädigt. Ganze Fensterreihen drückte der Sturm ein, tausende von Einzelglasfenstern gingen dadurch zu Bruch.

Nahezu die Hälfte aller Dächer auf dem Klostergelände wurde durch den Hagel zerstört. Starkregen drang ungeschützt in die Gebäude, teils über Tage hinweg. Gravierende Wasserschäden sind die Folge. Auf den Außenanlagen wurden Bäume entwurzelt oder knickten ein und zerstörten Gartengebäude

 

Aktuelle Situation

Zwei Jahre nach dem Unwetter ist die Jugend- und Umweltbildung ebenso wie das kulturelle Leben zurückgekehrt. Kloster und ZUK gestalten ihre Zukunft nun gemeinsam – engagiert, vorausschauend und im Sinne kommender Generationen. Mehr Informationen zum aktuellen Stand finden Sie hier.

Das Kloster hat für Besucher geöffnet.

  • Das Klostercafé hat geöffnet.
  • Der Klosterladen hat geöffnet.
  • Führungen finden statt.
  • Die Gästehäuser „Fraunhofer“ und „Meichelbeck“ sind voraussichtlich bis Ende 2025 geschlossen.
     

Immense Schäden: So können Sie die Zukunft der Jugendarbeit unterstützen

Die Folgeschäden durch die unwetterbedingten Zerstörungen und eindringendes Wasser waren und sind immer noch immens. Aktueller Stand 2025:

Die meisten Klosterdächer sind inzwischen wieder vollständig gedeckt. Lediglich kleinere Restarbeiten stehen noch aus. Die umfassenden Fenstersanierungen wurden abgeschlossen. Die großflächige Sanierung der Fassaden bleibt weiterhin ein dringliches Vorhaben. Im Inneren des Klosters konnten bislang 35 der insgesamt 160 sanierungsbedürftigen Räume wiederhergestellt werden. Dazu zählen unter anderem der Barocksaal, der Don Bosco Saal, mehrere Büroräume, Zimmer für salesianische Mitbrüder, einige Gästezimmer im Maierhof sowie Räume für die Jugendarbeit. Die Gästehäuser Meichelbeck und Fraunhofer müssen unwetterbedingt kernsaniert werden und sind bis Frühjahr 2026 geschlossen

Auf eine umfassende Kernsanierung wartet noch der Westflügel des Maierhofs. In ihm befinden sich zahlreiche Bildungs- und Tagungsräume, darunter der Sieger-Köder-Saal. Sobald die finanziellen Mittel bereitstehen, kann es losgehen. Im Westtrakt am Arkadenhof konnten bereits erste, weniger betroffene Räume wiederhergestellt werden, während schwer beschädigte Abschnitte vom ersten bis zum dritten Stock noch vor einer grundlegenden Sanierung stehen.

Die Klostergärtnerei wurde beim Unwetter vollständig zerstört und liegt derzeit brach.

Die reine Wiederinstandsetzung der Gebäude, Fenster und Dächer ist durch eine Versicherung abgedeckt, wird aber in Teilen Jahre in Anspruch nehmen. Die bis dahin anfallenden Betriebsausfälle sowie ein Teil der unwetterbedingten Schäden, Folgeschäden und nun zwingend notwendig gewordenen Modernisierungsmaßnahmen sind nicht durch die Versicherung gedeckt.

In dem Video von September 2023 erklärt ZUK-Leiter Benedikt Hartmann, wozu Spenden gebraucht und eingesetzt werden.

 

Unser Auftrag vor Ort ist: Jugend, Schöpfung, Bildung. Dafür setzen sich die Salesianer Don Boscos, alle Mitarbeitenden und die Freiwilligen vor Ort ein. Um hier auch zukünftig in angemessenem Rahmen eine qualifizierte und adäquate Hilfe und Begleitung junger Menschen leisten zu können, sind wir auf Ihre Mithilfe und Spenden angewiesen.

Als Ordensgemeinschaft erhalten wir Salesianer Don Boscos pauschal auch keine direkten Kirchensteuermittel, sind jedoch dankbar für projektbezogene Unterstützung durch Diözesen.

Ihre Spende hilft

  • bei der vorübergehenden Verlagerung unserer pädagogischen Angebote für Kinder und Jugendliche in „Übergangsräumlichkeiten“ – zum Teil sind diese noch zu finden bzw. dafür auszustatten
  • bei der vorübergehenden Unterbringung von Freiwilligen und Studierenden in anderen intakten und/oder zum Teil auch noch zu schaffenden Unterkünften
  • beim Ausfall von Einnahmen aus dem Gäste- und Kulturbetrieb, die sonst in unsere pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einfließen
  • im Bereich der laufenden Betriebskosten, die momentan durch den Ausfall zahlreicher pädagogischer Angebote nicht durch Einnahmen gedeckt werden können
  • bei der Anschaffung von neuem Inventar das durch Hagel, Glassplitter oder eingetretenes Wasser unbrauchbar geworden ist (z. B. Schränke, Tische, Betten und Matratzen)
  • bei der Neuanschaffung von pädagogischem Lehrmaterial, das teils so beschädigt wurde, dass es nicht mehr verwendet werden kann; auch hier müssen wir selbst für Ersatz sorgen.

 

Spenden für die Zukunft der Jugendarbeit

Salesianer Don Boscos
Sparkasse Bad Tölz-Wolfratshausen
IBAN: DE38700543060190006700
BIC: BYLADEM1WOR
Spendenzweck: Zukunft Jugendarbeit

Sollten Sie eine Spendenquittung wünschen, geben Sie bitte Ihre Adresse auf dem Überweisungsträger an. Vielen Dank!

Online-Spenden

Auf unserer Seite Don Bosco Engagement haben Sie die Möglichkeit, online zu spenden. Das Spendenformular finden Sie hier.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement!

Der bisher umgesetzte Wiederaufbau des Klosters wäre ohne eine breite Welle der Solidarität nicht möglich gewesen. Die Klostergemeinschaft ist zutiefst dankbar für die zahlreichen Zeichen der Verbundenheit, für tatkräftige Hilfe und für die finanzielle Unterstützung durch Förderinstitutionen, Stiftungen und Privatpersonen. Gleichzeitig bleibt noch vieles zu tun: Zahlreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen stehen bevor und verursachen auch weiterhin hohe Kosten, die in großen Teilen vom Orden selbst getragen werden. Das Kloster ist deshalb auf kontinuierliche Unterstützung angewiesen und schätzt das anhaltende Engagement sehr.

 

Bildergalerie: Einige Eindrücke aus dem Kloster nach dem Unwetter

 

Fotos: Kloster Benediktbeuern/Vondrasek/Held/Birk

 

Stimmen zum Unwetter und seinen Folgen

„Der Hagel und der Sturm haben im Kloster großen Schaden angerichtet. Es wird Jahre dauern, dies alles wieder herzurichten. Das Kloster steht hier vor einer Riesenaufgabe. Wir sind sehr dankbar für all die Hilfe, die wir bisher vom THW Geretsried, dem Katastrophenschutz Bad Tölz-Wolfratshausen, den Feuerwehren der Region sowie der Bergwacht Benediktbeuern und vielen anderen, auch ortsansässigen Engagierten erhalten haben, so P. Claudius Amann.

Der ehemalige Einrichtungsleiter des Klosters war vor Ort, als das Unwetter gestern gegen 16:30 Uhr auch über Benediktbeuern hereinbrach.

„Das Besondere an diesem Kloster ist unter anderem der enge Zusammenhalt. Diesen konnte ich in den letzten Stunden persönlich erleben“, sagt P. Heinz Menz, der erst seit 15. August diesen Jahres der Direktor der Salesianergemeinschaft im Kloster Benediktbeuern ist. Er ergänzt: „Als Ort der Jugend sind im Kloster natürlich auch viele junge Menschen unterwegs, die sich hier weiterbilden, Urlaub machen oder ihr Freiwilligenjahr absolvieren. Ungefähr 45 von ihnen sind seit gestern zusammen mit einem Teil unserer Mitbrüder wie auch Mitarbeitenden unermüdlich im Einsatz, um Fenster abzudichten, Glassplitter aufzufegen, Wege freizuräumen und erste Wasserschäden zu beseitigen. Ich habe höchsten Respekt vor ihrer Leistung und möchte mich mit ganzem Herzen bei diesen tatkräftigen Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie den Mitarbeitenden bedanken.“

„Ich bin wirklich sprachlos, welche Schäden auch im Maierhof innerhalb kürzester Zeit entstanden sind. Aber zum Glück ist niemand ernsthaft verletzt worden, das ist das Wichtigste. Es ist kaum zu glauben: Gestern haben im ZUK noch viele junge Menschen unsere Umweltbildungsangebote wahrgenommen und nun regnet es direkt durchs Dach. Wir hoffen das Schlimmste baldmöglichst beseitigen zu können, müssen aufgrund der vom Hagel eingeschlagenen Fenster, der zunehmenden Wasserproblematik und der Gefährdung durch herabstürzende Dachschindeln unseren Betrieb aber vorerst leider bis 3.9. komplett einstellen“, erläutert Benedikt Hartmann, Leiter des Zentrums für Umwelt und Kultur im Kloster Benediktbeuern.

Franz Wasensteiner

Franz Wasensteiner

„Was Hagel und Sturm im Kloster, in Benediktbeuern und allen betroffenen Orten angerichtet haben, ist eine Tragödie. Aber wir sind froh, dass wir alle leben und niemand ernsthaft verletzt wurde. Neben den immensen Sachschäden schmerzt es besonders, dass wir unsere pädagogische Arbeit aktuell aussetzen müssen. Aber ich bin überzeugt davon, dass wir gute Lösungen für die aktuellen Herausforderungen finden werden“, ermutigt Einrichtungsleiter des Klosters Benediktbeuern, Franz Wasensteiner. „So möchte ich noch einen großen Dank an alle Helfenden, Mitarbeitenden, Don Bosco Volunteers, Freiwilligen und Ehrenamtlichen aussprechen. Ohne diese Hilfe hätten das Kloster und der Maierhof sicherlich mehr Schaden genommen. Ihr unglaublich starker Einsatz war eine entscheidende Hilfe für die Region, die Basilika St. Benedikt, das Kloster, das ZUK und auch für die hier zukünftig weiterhin geleistete Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Wir sind ein Kloster für die Jugend und wollen auch in Zukunft für junge Menschen da sein und mit unseren Angeboten beitragen, damit das Leben junger Menschen gelingt. Um es mit Don Bosco zu sagen: Coraggio – nur Mut!“

„Es macht mich sehr betroffen, in Bichl und Benediktbeuern die vielen stark beschädigten Häuser zu sehen und auch die vielen Schäden an der Basilika und den Gebäuden des Klosters“, betont der Provinzial der Deutschen Provinz der Salesianer Don Boscos in Deutschland, P. Reinhard Gesing. „Ein schützendes Dach über dem Kopf zu haben, gehört zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Wenn dieses nicht mehr da ist, so macht das die Menschen unsicher und wird dies als bedrohlich erfahren. Umso wichtiger war es, dass schnellstmöglich zahlreiche Helfer vor Ort waren, um die erste Not zu beseitigen und die Häuser vor Regen zu schützen. Es gab und gibt einen großen Zusammenhalt, der Hoffnung macht. Das ist gerade bei solchen Schicksalsschlägen so wichtig.

Uns Salesianer Don Boscos schmerzt es, dass alle Bemühungen, das Kloster als architektonisches „Juwel“ und  Glaubenszeugnis zu erhalten, durch die Hagelschäden vom letzten Samstag einen schweren Rückschlag erlitten haben. Noch mehr betrübt es uns aber, dass eine ganze Reihe von Studierenden und Volontären erst einmal ihre Bleibe verloren haben und dass wir für eine gewisse Zeit Jugendgruppen nicht aufnehmen können.

Wir sind überzeugt, dass das Kloster Benediktbeuern auch in Zukunft als „Kloster für die Jugend“ ein guter Ort für junge Menschen ist, wo Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ganzheitliche Bildung und Begleitung erfahren dürfen. Dafür wollen wir uns weiterhin stark machen und alles daran setzen, dass diese Arbeit bald gut weitergehen kann. Wie dringlich gerade auch die ökologische Bildung ist, das hat uns der letzte Samstag mit aller Wucht gezeigt. Wir sind allen dankbar, die uns helfen wollen, auch jetzt in dieser Krisenzeit.“

 

 

Presseinformationen und Medienberichte

Medienbericht vom 26.08.2024
Zum Unwetterjahrestag berichteten P. Heinz Menz und Benedikt Hartmann auf Radio Alpenwelle vom Alltag in Kloster und ZUK.

Medienbericht Juli 2024
In dem Radiobeitrag des MKR erhalten Sie weitere Informationen zu Kloster, Aktionszentrum und Zentrum für Umwelt und Kultur - ein Jahr nach dem Unwetter.

Presseinformation vom 20.09.2023
Kloster Benediktbeuern und Zentrum für Umwelt und Kultur starten wieder mit Jugendarbeit
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Zum Bericht

Gemeinsame Presseinformation mit der Katholischen Stiftungshochschule München vom 12.09.2023
Aktueller Stand zur Klosteranlage Benediktbeuern nach verheerendem Unwetter: Der Semesterbetrieb an der KSH München, Campus Benediktbeuern, kann in vollem Umfang starten. Das Kloster stellt wie gewohnt Wohnraum zur Verfügung.
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Textangebot/Feature vom 08.09.2023
Benediktbeuern nach dem Unwetter: Zusammen schaffen wir das!
Text und Fotos zum Download
Zum Bericht

Presseinformation vom 30.08.2023
Kloster Benediktbeuern und ZUK unterstützen vom Unwetter betroffene Familien mit Freizeitangebot
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Pressefotos
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