Innenhof im Don Bosco Kloster Benediktbeuern - Schwer geschädigte Blutbuche kann nicht gerettet werden

Veröffentlicht am: 25. März 2026

Trotz zahlreicher fachgerechter Sanierungen nach Unwettern ist der markante Baum so stark geschädigt, dass weiter herabbrechende Äste Menschen gefährden können. Schwere Entscheidung zur fachgerechten Fällung der Blutbuche und Neupflanzung. Sitzbank aus Holz des gefällten Baums soll an bisherige Blutbuche erinnern.

Die markante Blutbuche im Innenhof des Don Bosco Kloster Benediktbeuern sollte gerettet werden durch fachliches Können bei mehreren Einsätzen einer Baumpflege-Spezialfirma und in großer Zuversicht, seit sie 2017 durch einen heftigen Gewitter­sturm und 2023 bei dem starken Hagelunwetter schwer geschädigt worden war. Doch trotz mehrfacher Baum-Sanierungen und -Stabili­sierungen brachen im Laufe der Jahre weitere Äste ab. Nun zeigte eine erneute Spezialuntersuchung dieses Baumes: die etwa 190jährige Blutbuche ist so stark geschädigt und geschwächt, dass auch künftig starke Äste herabrechen können, wodurch sie (trotz Absperrung) eine große Gefahr für die zahlreichen Besuchenden dieses Innenhofes darstellt. Daher hat sich die Leitung des Don Bosco Kloster Benediktbeuern aufgrund der fachlichen Empfehlung und nach eingehender Prüfung schweren Herzens entscheiden müssen, diesen beliebten Baum fachgerecht fällen zu lassen. An ihrer Stelle soll eine junge Blutbuche nachgepflanzt werden. In Erinnerung an die alte Blutbuche soll aus deren Stammholz eine Sitzbank gezimmert und hier aufgestellt werden.

Es war Dienstag, 1. August 2017: Nach dem mit gemessenen über 34 Grad im Schatten heißesten Tag dieses Jahres in Benediktbeuern kam hier abends ein heftiges Gewitter mit Regen und Sturm auf. Die gemessenen Windböen hatten bis zu 70 Stundenkilometer. Gegen 21.30 Uhr riss wohl ein Windwirbel einen der beiden Haupt-Stämme von der Blutbuche im Kloster-Innenhof ab, so dass etwa ein Drittel der bisherigen Baumkrone fehlte. Die Baumpflege-Spezialfirma Suttner (Kochel) versorgte fachgerecht die mit dem Stamm-Abriss entstandene große Baumwunde in etwa 5 Metern Höhe, sanierte und stabilisierte die Baumkrone der Blutbuche auch über die folgenden Jahre, um diesen Baum zu retten. Das schwere Hagelsturm-Unwetter am 26. August 2023 fügte der Blutbuche weitere Schäden zu. Mitte März 2026 untersuchte eine weitere Spezialfirma die 18 Meter hohe und bis zu 15 Meter breite Blutbuche, die inzwischen eine sehr lichte Baumkrone trägt. Festgestellt wurden zahlreiche Astwunden und -brüche, zum Teil abgestorbenes Holz, massive Sonnenbrandschäden an der Rinde in der oberen Baumkrone, Fäule und Pilzbefall im Holz. Die Holzzersetzung wird sich weiter ausbreiten und ist nicht behebbar. Dadurch besteht eine starke Bruchgefahr von oberen Ästen, die Menschen schwer verletzen können. Diese Gefahr soll mit der nun fachgerechten Fällung und der Neupflanzung einer Blutbuche vermieden werden.

Verfasser: Martin Blösl, Öffentlichkeitsarbeit Don Bosco Kloster Benediktbeuern