Unterstützen Sie Jugendbildung und Naturschutz

Don Bosco Kloster Benediktbeuern vereint Jugendarbeit, Jugendbildung, Jugendsozialarbeit und Naturschutz. Jugend, Schöpfung, Bildung – heute für morgen ist der Auftrag des Klosters Benediktbeuern.

Im Geiste des Ordensgründers Don Giovanni Bosco fördern die Salesianer Don Boscos und ihre Mitarbeitenden an diesem Ort seit über 90 Jahren die Potenziale junger Menschen durch vielfältige Bildungsangebote und gelebte Spiritualität und Nachhaltigkeit.

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen„ heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist eine „Beziehungspädagogik“. Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz„. Er sah den Pädagogen als „Assistenten“, der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.

Das gesamte Bildungsangebot orientiert sich darüber hinaus an der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bzw. an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs = Sustainable Development Goals).

Zertifizierte Bildungsarbeit mit jahrzehntelanger Expertise

Im Rahmen der Umweltbildung ist Don Bosco Benediktbeuern (vormals über das ZUK - Zentrum für Umwelt und Kultur) als „Umweltstation“ zertifiziert und trägt neben diesem das Siegel „Qualitätsnetzwerk BNE in Bayern“. Darüber hinaus ist Don Bosco Benediktbeuern (vormals über das Aktionszentrum) als „Jugendbildungsstätte“ anerkannt.

Rund 40.000 Kinder und Jugendliche nehmen jedes Jahr an Bildungsveranstaltungen und sozialen Projekten teil.

Unsere Mission ist, zum Gelingen des Lebens junger Menschen beizutragen, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wertvolle Impulse und Orientierung zu vermitteln und sie auf einem Teil ihres Weges zu begleiten. Wir setzen dabei vier thematische Schwerpunkte: Wertebildung, Umweltbildung, Religiöse Bildung und Politische Bildung.

Wertebildung

Im Mittelpunkt steht die persönliche Entwicklung junger Menschen. Sie finden Orientierung in zentralen Lebensfragen, lernen, Verantwortung zu übernehmen und demokratisch zu handeln. Das Kloster bietet dabei einen geschützten Raum, um Erfahrungen zu reflektieren, Gemeinschaft zu erleben und im Bedarfsfall Unterstützung zu erhalten.

Umweltbildung

Kinder und Jugendliche entdecken die Vielfalt der Natur und der Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Bei Umweltwochen und Projekttagen geht es um Klima, Energie, Konsum und Ökologie. Gemeinsam gestalten sie Lebensräume, pflanzen Bäume, bauen Nisthilfen und lernen, wie nachhaltiges Handeln wirkt.

Religiöse Bildung

Im Kloster Benediktbeuern begleiten wir junge Menschen bei ihren Fragen nach dem Sinn, nach Werten und nach Gott und Glauben. Dabei begegnen wir allen unabhängig von ihrer Konfession und ihrem Glauben offen und mit Respekt. Unser pädagogischer Ansatz ist religionssensibel und interreligiös: Wir schaffen Räume für Begegnung, Dialog und spirituelle Erfahrung.

Politische Bildung

Ein wichtiges Anliegen der Bildungsarbeit ist die Stärkung demokratischer Kompetenzen, gesellschaftlicher Teilhabe sowie Umweltbewusstsein und nachhaltiges Handeln – insbesondere in einer Zeit zunehmender Polarisierung, Populismus, dem Klimawandel und einem spürbaren Bedeutungsverlust demokratischer Werte.

Wirksamer Naturschutz mit Modellprojekten

In den Mooren der Voralpenregion – mit dem Schwerpunkt Loisach-Kochelsee-Moore – setzen wir Modellprojekte des Biotop- und Artenschutzes auf über 500 ha Klosterland sowie auf Flächen um, die dem Zentrum für Umwelt und Kultur (ZUK) gehören. Die Gebietsbetreuung für die gesamten Moore hat das Naturschutzbüro des ZUK inne.

Klima-, Hochwasser- und Grundwasserschutz, die Förderung der Artenvielfalt sowie der Erhalt und die Renaturierung wertvoller Moore sind uns ein besonderes Anliegen. Zahlreiche Naturschutzprojekte werden wissenschaftlich begleitet.

Moorschutz und Landwirtschaft

Im Moorschutz gilt es, über Entbuschung und Wiedervernässung den weiteren Abbau des Moorkörpers durch Ausgasung zu verhindern. Wiesenbrüter, wie Braunkehlchen und Brachvogel, brauchen freie Sicht in der Landschaft und profitieren ebenfalls von der Entbuschung. Um mehr Moorflächen renaturieren zu können, versuchen wir, kontinuierlich weitere Flächen zu erwerben. Wir engagieren uns für die Vereinbarkeit von Landwirtschaft und Moorschutz. Mit Landwirten setzen wir Projekte zur Beweidung mit regionalen, alten Rinderrassen und Wasserbüffeln auf wiedervernässten Standorten um.

Kleingewässer und Moorwald

Kleingewässer, wie Bach und Tümpel, sind besonders gefährdete Lebensräume, die oft unbemerkt verschwinden. Wissenschaftler der TU München erforschen auf Klosterland die ökologische Besonderheit dieser Gewässer. Anschließend folgen angepasste Naturschutzmaßnahmen. Zwölf Fischarten, darunter die in Bayern seltene Karausche, und einige bedrohte Arten leben in unseren Tümpeln und Gräben. Im Klosterland entwickelt sich derzeit ein artenreicher Moorurwald. Standortfremde Fichten wurden entnommen und Entwässerungsgräben verschlossen. Die Natur erobert den Lebensraum Moorwald zurück.

Naturlehrgebiet

Im sogenannten Naturlehrgebiet machen wir mit Erlebnisbiotopen, Wildblumen- und Moorwiesen, zwei Vogelbeobachtungsstationen, mit Moor-, Gehölz- und Klangpfad sowie einem Labyrinth- und einem Kräutergarten den Menschen die Natur und die Sensibilität der Lebensräume mit allen Sinnen erlebbar. In unseren Bildungsprogrammen verbringen Kinder und Jugendliche die Zeit ohne digitale Medien in der Natur, lassen sich auf neue Entdeckungen ein und erforschen die Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Beobachten, experimentieren, lernen.

Richeza Reisinger

Richeza Reisinger

Fundraising

Don Bosco Kloster Benediktbeuern
Don-Bosco-Str. 1
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