Im Don Bosco Kloster Benediktbeuern: Klimaanpassung und Klimaschutz praktizieren - Weitere Wiedervernässung von Wald- und Grünlandgebieten des Klosterlandes von Naturschutzzentrum ZUK e.V. geplant
Angesichts immer wieder erfahrener Wetterextreme der Klimakrise wie längerer Hitze, Dürre, aber auch Starkregen kann die Renaturierung von Mooren sowohl der Klimaanpassung als auch dem Klimaschutz dienen. Moore speichern bei Starkregen überschüssiges Wasser und halten es während Trockenzeiten in der Landschaft – eine ausgleichende Anpassung an extremer werdendes Klima. Gleichzeitig binden Torfmoose der Moorböden im Sinne des Klimaschutzes Treibhausgase, die sonst mit ihrer Freisetzung die Klimakrise verstärken.
Eine von Gebietsbetreuerin Elisabeth Pleyl im Naturschutzzentrum ZUK e.V. geplante weitere Wiedervernässung auf Wald- und Grünlandgebieten des Don Bosco Kloster Benediktbeuern dient diesem Zweck. Für Herbst und Winter 2026/ 2027 sowie 2027/ 2028 sind entsprechende Renaturierungsmaßnahmen vorgesehen auf sechs verschiedenen Teilgebieten mit insgesamt rund 45 Hektar Fläche im Klosterland Benediktbeuern. Das Moorschutzprogramm des Bayerischen Umweltministeriums ermöglicht diese weiteren Wasserrückhaltungen.
Auf der renaturierten Fläche soll mit dem dann erhöhten Wasserstand der Torfboden erhalten und damit auch die Wasserrückhaltefähigkeit der Torfe gestärkt werden. Indem Regenwasser langsamer aus Grünland, Gebüsch und Moorwald abfließt, trägt dies auch zur Kühlung des regionalen Klimas, besserer Grundwasserbildung und gleichmäßigeren Abflüssen in den Vorflutern bei. Auf der wiedervernässten Fläche von 45 Hektar kann jährlich potentiell eine Treibhausgasmenge von 600 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalenten im Moorboden zurückgehalten werden, die ansonsten in die Atmosphäre entweichen würden. In den nassen Wald- und Grünlandgebiete finden angepasste Pflanzenarten wie Torfmoose und seltenere Tierarten wie die Sumpfschrecke ihren Lebensraum – auch ein Beitrag zur stabilisierenden Artenvielfalt. Bisher sind auf Klosterland bereits 60 Hektar Fläche wiedervernässt.
Don Bosco Kloster Benediktbeuern
Das Don Bosco Kloster Benediktbeuern hat seine Heimat im über 1.200-jährigen ehemaligen Benediktinerkloster Benediktbeuern. Seit 1930 leben und wirken hier die Salesianer Don Boscos, eine katholische Ordensgemeinschaft, die sich weltweit im Sinne ihres Gründers Johannes Bosco (1815-1888) für junge Menschen einsetzt. Dieses geistliche Zentrum verbindet in einzigartiger Weise Tradition und Innovation, Pastoral und Nachhaltigkeit sowie Kultur und Naturschutz.
Dazu gehören Bildungszentrum und Gäste- & Tagungszentrum des Don Bosco Kloster Benediktbeuern, das Naturschutzzentrum ZUK e.V., die Institute für Jugendpastoral (JPI) und Salesianische Spiritualität (ISS). Ebenso sind hier der Don Bosco Club sowie – in Trägerschaft der Kirchlichen Stiftung des öffentlichen Rechts „Katholische Bildungsstätten für Sozialberufe in Bayern“ – die Katholische Stiftungshochschule (KSH) München, Campus Benediktbeuern.
Im restaurierten Maierhof des Don Bosco Kloster Benediktbeuern gibt es darüber hinaus auch das
Zentrum für Trachtengewand und das Zentrum Gebirgsschützen Bayern.
Seit der modularen Fusion mit dem ZUK am 1. Januar 2026 füllt das Don Bosco Kloster Benediktbeuern den gemeinsamen Leitspruch „Jugend, Schöpfung, Bildung – heute für morgen“ mit noch vielfältigerem Leben.
Heute leben und arbeiten 30 Mitbrüder der Salesianer Don Boscos aus sieben Nationen im Don Bosco Kloster Benediktbeuern. Sie sind hier gemeinsam mit rund 150 Angestellten sowie zahlreichen ehrenamtlich Mitarbeitenden in unterschiedlichen Berufen und Aufgaben tätig oder verbringen hier ihren Lebensabend. Direktor der Mitbrüdergemeinschaft der Salesianer Don Boscos im Kloster ist seit 2023 P. Heinz Menz SDB; als Einrichtungsleiter wirken Franz Wasensteiner und Benedikt Hartmann. Weitere Informationen unter: www.kloster-benediktbeuern.de.
Verfasser: Martin Blösl, Öffentlichkeitsarbeit Don Bosco Kloster Benediktbeuern
