Don Bosco Fest 2026 im Don Bosco Kloster Benediktbeuern
Beim Schlusslied nach dem Festgottesdienst: Abt Johannes Eckert und Pater Heinz Menz sowie die Mitfeiernden im Don-Bosco-Saal des Klosters Benediktbeuern.
Die Spatzen pfeifen lassen
Don-Bosco-Fest in Benediktbeuern: „Ordensgründer ein sympathischer Heiliger“
Benediktbeuern – Er ist auf einem Don-Bosco-Spielplatz groß geworden. Und er hat mit dem Eintritt in den Benediktinerorden den Namen Johannes angenommen. „Schon deshalb ist Johannes Bosco für mich ein sympathischer Heiliger“, sagt Dr. Johannes Eckert. Der Abt von St. Bonifaz in München und von Kloster Andechs verehrt den Gründer des Salesianerordens in besonderer Weise. Und er versucht, gemäß dem Motto von Don Bosco zu leben: „Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.“
Beim traditionellen Don-Bosco-Fest im Kloster Benediktbeuern legte der Abt beim Gottesdienst seine persönliche Sicht auf den Patron der Jugend dar. Anknüpfend an das Johannesevangelium von der Hochzeit zu Kana rief der Prediger das Wort von Maria in Erinnerung: „Was er sagt, das tut.“ Das sei vereinfacht ausgedrückt auch das Jahresmotto der Salesianer Don Boscos. In diesem Sinne habe auch der Priester und Jugendseelsorger Johannes Bosco im damaligen Turin gehandelt, wo die Menschen keinen Lebensraum und wenig zu essen hatten. Deshalb galt die Fürsorge des Geistlichen den ärmsten und vernachlässigsten Jugendlichen. Er habe die leeren Krüge gefüllt – mit Fröhlichkeit und guten Werken.
Abt Eckert lud die Zuhörer ein, beim nächsten Andechs-Besuch ein besonderes Gnadenbild in der dortigen Kirche zu betrachten, auf dem das Jesuskind Weintrauben in der Hand hält. „Aus diesem Rebensaft kann Lebenssaft werden“, so der Prediger. Jesus habe laut dem Johannesevangelium mit einem einfachen Bild erklärt, woher Menschen ihre Kraft bekommen können: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt, … der bringt reichen Segen.“
In der Vorbereitung auf die Erstkommunion hatte Eckert einst im Religionsunterricht den Kindern die Geschichte von der Hochzeit zu Kana erzählt. „Der kleine Maxl war ganz begeistert vom Weinwunder“, erzählte der Abt. Der Bub habe gesagt: „Der Jesus ist cool – den laden wir auch ein.“
Pater Heinz Menz, der Direktor der Mitbrüdergemeinschaft im Kloster Benediktbeuern, dankte dem Festprediger unter Applaus für seine „ermutigenden Worte“. Und spontan ergänzte er: „Wir hätten den Maxl auch zu uns einladen sollen.“ Seine Einladung zum anschließenden Stehempfang im Kreuzgang nahmen die vielen Festgäste gerne an – als wertvolle Zeit der Begegnung.
Das Don-Bosco-Fest wird jährlich am Todestag von Johannes Bosco in den vielen salesianischen Einrichtungen gefeiert. Die Salesianer Don Boscos sind der weltweit zweitgrößte Männerorden. Der Schwerpunkt der Gemeinschaft liegt in der Nachfolge des Ordensgründers bei der Arbeit mit Jugendlichen.
Verfasser: Alois Ostler
