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Benediktbeurer Adventskalender erleuchtet Weihnachtszeit

Veröffentlicht am: 10. Dezember 2021

Benediktbeuern - Die Fenster strahlen wieder: Bereits zum achten Mal in Folge stimmt der Benediktbeurer Adventskalender auf das Weihnachtsfest ein. Vom 30. November bis 24. Dezember wird jeweils ein Fenster mehr im Repräsentationsgang des westlichen Arkadentrakts erhellt. Die Gestaltung der 25 Fenster übernehmen Familien, Gemeinschaften, Gruppen, Institutionen und Einzelpersonen, vornehmlich aus dem Kloster und seinen Einrichtungen. Im Rahmen eines Impulses wird jeden Abend um 17 Uhr ein weiteres Fenster erleuchtet, sodass an Heiligabend alle Fenster im westlichen Arkadentrakt strahlen. Auch das neue Jahr erhellt der Benediktbeurer Adventskalender, der von der Katholischen Hochschulgemeinde ausgerichtet wird, noch, denn die Fenster leuchten bis zum 9. Januar.

Damit auch Sie den Kalender bestaunen können, hat Walter Lang Fotos der kunstvoll gestalteten Fenster aufgenommen. Diese sollen Sie zusammen mit kleinen Botschaften durch die Adventszeit begleiten.

Fotos: Walter Lang

 

Adventsfenster 30.11. auf 1.12.: Flamme des 1. Advents

 

30.11 auf 1.12. Ein Anfang: Die Flamme des ersten Advents strahlt hell herein in dunkle Nacht, in Verunsicherung und Angst. Wer genau hinsieht, der entdeckt, dass es viele sind, die da leuchten. Gemeinsam lassen sich neue Schritte leichter tun, gemeinsam lassen sich mühsame Wege mutiger gehen.      

Adventskalender-Team

Adventsfenster 1. auf 2. Dezember: Aufgestoßene Türe

1. auf 2.12. Die Tür ist aufgestoßen: Eine hilfreiche Gestalt hat mutig einen ersten Schritt unternommen und dafür gesorgt, dass etwas vom himmlischen Licht auf uns fallen kann. Der Schein gibt die Richtung vor und lädt uns ein: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!

Christian und Adventskalender-Team

Adventsfenster 2. auf 3. Dezember: Hürden beseitigen

2. auf 3.12. Der internationale Tag der Menschen mit Behinderung wird seit 1993 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll in Erinnerung rufen, dass – wie das Grundgesetz sagt – „niemand […] wegen seiner Behinderung benachteiligt werden“ darf. Gemeinsam und mit offenen Armen machen wir uns daran, gesellschaftliche und infrastrukturelle Hürden immer mehr zu beseitigen.

Volontäre im Kloster Benediktbeuern

Adventsfenster 3. auf 4. Dezember: Sehend werden

3. auf 4.12. Verschiedentlich erfahren wir in der Bibel, dass Jesus Menschen die Augen öffnet, damit sie sehend werden. Er will ihnen ermöglichen, dass sie die Realitäten des Lebens wahrnehmen können und ihr Leben eigenständig gestalten. Die Definition, wer in unseren Tagen zu den „Sehenden“ und wer zu den „Blinden“ zählt, ist in unseren Tagen nicht so eindeutig fest zu machen…

Adventskalender-Team

Adventsfenster 4. auf 5. Dezember: Engagement zeigen

4. auf 5.12. An alle, die sich weltweit in Freiwilligendiensten und im Ehrenamt engagieren, soll mit diesem Fenster erinnert werden. Stellvertretend sind hier die vielen erwähnt, die sich im Geiste Don Boscos für junge Menschen engagieren. Die Palette der Einsatzgebiete ist aber vielfältig und bunt: Freiwillige Feuerwehren, Sportvereine, Besuchsdienste… Das verbindende Element ist das Licht, das alle ins Leben von anderen Menschen bringen wollen.

Volontäre in der Deutschen Provinz der SDB

Adventsfenster 5. auf 6. Dezember: Heiliger Nikolaus

5. auf 6.12. Viele Legenden ranken sich um das Leben und Wirken des Heiligen Nikolaus. Allen gemein ist die Wahrnehmung, dass er ein großer Helfer in der Not war (und ist). Nicht nur zu seinen Lebzeiten hat er Menschen aus misslichen Lagen geholfen. Die Menschen in Seenot haben Hilfe erfahren, nachdem sie ihn in Gottes Himmel angerufen haben. Ein Telefon – wie hier abgebildet – für das Anrufen des Heiligen war dafür nicht nötig. Damals schien die Kommunikation von Herz zu Herz noch gut funktioniert zu haben…

Antonietta, Vicky, Anna und Vroni aus dem Studierendenwohnheim Westbau

Adventsfenster 6. auf 7. Dezember: Lichterbaum

6. auf 7.12. Der Lichterbaum stellt sich entschieden dem Dunkel entgegen, das viele Menschen in diesen Tagen empfinden. Bei genauerem und gelassenerem Hinsehen könnten sie freilich auch die funkelnden Sterne am Nachthimmel entdecken, die beständig Orientierungspunkte bieten wollen.

Frau Strobl

Adventsfenster 7. auf 8. Dezember: Erinnerung

7. auf 8.12. Welche Gefühle stellen sich ein, wenn ehemalige Volontär:innen sich am Zeitstrahl entlang zurück erinnern? Ein Tagebuch gefüllt mit guten Erinnerungen, die Pausentaste im Alltagstrott, Gemeinschaft mit gleichgesinnten Menschen und Don Bosco ist immer gut für neue Impulse: Ins Kloster kommen ist heimkommen.

Ehemalige Volontäre

Adventsfenster 8. auf 9. Dezember: Erblühen

8. auf 9.12. „Maria durch ein Dornwald ging“ wird in einem adventlichen Lied besungen. Den ungeborenen Christus in sich bringt sie Leben ins abgestorbene Dickicht, in die Disteln und Dornen. Was tot und feindlich erschien, erwacht in dieser „vorübergehenden Begegnung“ zum Leben und erblüht. Der 8. Dezember gilt für Don Bosco als Geburtsstunde für seinen Einsatz für junge Menschen. Christus in sich sorgt er dafür, dass das Leben junger Menschen gelingt.

Adventskalender-Team

 

Adventsfenster 9. auf 10. Dezember: Menschenrechte

9. auf 10.12. Unter den Eindrücken des Zweiten Weltkrieges wurde am 10. Dezember 1948 von den Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte“ verabschiedet. Der erste von dreißig Artikeln lautet: „Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren“. Die zentrale Taube steht für den Frieden, der nur zustande kommen kann, wenn diese Rechte respektiert werden, z.B. Gleichheit vor dem Gesetz, Recht frei und sicher zu leben, Meinungsfreiheit, …

  
Volontäre im Kloster Benediktbeuern

Adventsfenster 10. auf 11. Dezember: Licht sein

10. auf 11.12.

Ein Mensch, einsam, auf der Schattenseite des Lebens.
Ein Mensch, verzweifelt, in der Leere des Daseins.
Ein Mensch, sehnsuchtsvoll, ausgestreckt nach fernen Sternen.
LICHT sein:
Ihn hinführen zur Sonne, die wärmt.
Ihn hinein nehmen in die Fülle des Lebens.
Ihn spüren lassen: wir sind für dich da.

Don Bosco Volunteers der Akademie

 

Adventsfenster 11. auf 12. Dezember: Reise

11. auf 12.12. Was packen wir in unseren Koffer auf dieser adventlichen Reise nach Weihnachten? Eine Fülle von buntem Allerlei ist denen in den Sinn gekommen, die sich in ebenso bunter Runde von Jung und Alt Gedanken darüber gemacht haben. So nach und nach ist die Erkenntnis gewachsen, dass der Koffer nicht gefüllt, sondern geleert werden muss, damit an Weihnachten das Christuskind darin Platz finden kann.

Weihnachtsseminar im Aktionszentrum

Adventsfenster 12. auf 13. Dezember: Fingerabdruck

12. auf 13.12. Immer wieder taucht die Frage auf in mir, was ich anfange mit meinem Leben, das doch so einzigartig ist wie mein Fingerabdruck. Bunt und vielfältig ist es und ich komme mir manchmal vor wie die kleine Gestalt am unteren Rand, die sich vortastet und den Weg sucht durch dieses Labyrinth, verschlungen und mit manchen Irrwegen und Sackgassen.
Doch über allem leuchtet wegweisend und verbindend das Kreuz: Gott geht alle Wege mit!

Don Bosco Volunteers der Akademie

 

Adventsfenster 13. auf 14. Dezember: Sehnsucht

13. auf 14.12. Die vielen kleinen und großen Lichter in dieser Zeit verstärken die Sehnsucht nach dem, was das Leben hell macht. Die vielen guten Wünsche in dieser Zeit verstärken die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Frieden.
Wonach sehne ich mich?
Danach auf jeden Fall: Nach einem frohen Fest!

Fr. Marianne Strobl

Adventsfenter 14. auf 15. Dezember: Vielfalt

14. auf 15.12. Der Künstler Gerhard Richter hat Pate gestanden mit dem Motiv seines Fensters, das seit 2007 den Kölner Dom bereichert. Dort allerdings besteht es aus tausenden Quadraten in über 70 verschiedenen Farben. Je nach Tageszeit und Lichteinfall bringt es unterschiedliche Stimmungen in den Raum. Das dort konsequent durchgehaltene Zufallsprinzip wurde auch hier angewendet. Es bringt die Vielfalt des persönlichen Lebens ins Bild, das im letzten nicht planbar ist und unvollendet… Sich vom Lichte Gottes durchdringen zu lassen belebt und bringt (für andere) zum Leuchten.

Stefan und Adventskalender-Team

Adventsfenster

15. auf 16.12. Ein Hafen am Mittelmeer im heutigen Libanon war prägend für die Welt: Die Stadt Byblos lieferte den Rohstoff für Papyrus und wurde zum Synonym für das, was aus diesem Material gefertigt wurde: ein „biblion“ ein Büchlein. Im meistpublizierten Buch der Welt hat sich das Wort verewigt. In der Bibel finden sich das A und O dieser Welt, der Anfang und das Ziel, woher sie kommt und wohin sie gehen wird: in Gottes Ewigkeit. Der Stern möchte uns dorthin mitnehmen, wo wir unseren sicheren Hafen finden, wo Himmel und Erde sich berühren.

Team der KSH Bibliothek

Adventsfenster

16. auf 17.12. Für unsere dürren Zeiten malt der Prophet Jesaja ein prächtiges visionäres Bild für uns: 
Von blühenden Wüsten erzählt er, von Teichen, wo vorher heisser Wüstensand war, von Gelähmten, die springen, von Stummen, die aus voller Kehle singen…
Und von der Strasse, auf der Gott uns entgegenkommt, um uns das Leben in Fülle zu bringen. An der Krippe werden wir ihm begegnen…

Lukas und Adventskalender-Team

Adventsfenster 17. auf 18.12.

17. auf 18.12. Eine bildreiche Sprache verwendet Jesus, wenn er vom Himmelreich redet, so auch bei Matthäus im 25. Kapitel. Er erzählt von Wartenden, die sich vorausschauend gut gerüstet haben und von solchen, die es einfach auf sich zukommen lassen. Am Ende finden dann aber auch nur Erstere Zugang zum Leben in Fülle. Vordergründig ein untypischer Jesus-Schluss, denn nach dem Barmherzigkeitsprinzip hätten diese ja eigentlich teilen müssen. Oder nach dem Prinzip „die Ersten werden die Letzten“ kämen die Nachzügler zum Zuge und erhalten Einlass.
Aber vielleicht ist es auch eine Erinnerung, auf die eigenen Ressourcen zu achten, um sich nicht zu verausgaben und am Ende im „burn out“ zu landen…

Jáno, Tobias und Adventskalender-Team

Adventsfenster 18. auf 19.12.

18. auf 19.12. Isais Wurzelstock ist alt und verhärtet geworden, tot und unbeweglich, die Strukturen sind festgefahren auf Recht und Gesetz, auf richtig und falsch hat man sich eingeschossen. Neues Leben und neue Energie sind not-wendig. Der neue Trieb reagiert auf die Gegebenheiten des Alltags des konkreten Mensch, der Frieden hineinbringt ins „entweder“ - „oder“, Leben für alle muss wieder möglich sein. Die Schöpfung muss wieder Heil werden. Das Krippenkind geht neue Wege, es überwindet die Schwarz-Weiss-Malerei, bringt Farbe: Barmherzigkeit ist wieder gross geschrieben.

Daniela, Jáno, Tobias und Adventskalender-Team

Adventsfenster 19. auf 20.12.

19. auf 20.12. Der Internationale Tag der Menschlichen Solidarität erinnert uns an unseren Auftrag: In vielen kleinen Lichtern den Regenbogen von Gottes Verheissung immer wieder aufleuchten zu lassen:
Zusammenhalten und sich nicht über den anderen stellen. 
Zusammenhalten und einander Beistehen. 
Zusammenhalten, damit niemand einsam ist. 
Zusammenhalten und einander zuhören. 
Zusammenhalten und einander Trost in Trauer geben. 
Zusammenhalten, auch wenn man anderer Meinung ist. 
Zusammenhalten, um die Schwächeren zu schützen. 
Zusammenhalten, weil uns das zu Menschen macht. 
Zusammenhalten, weil wir zur Nächstenliebe aufgerufen sind. 
Zusammenhalten, weil wir es wollen.

Franziska, Johanna und Isabel – Studierende der KSH

Adventsfenster 20. auf 21.12.

20. auf 21.12. „ZOOM IV“ ist das, was das Studieren in Benediktbeuern und überall in dieser Zeit am nachhaltigsten prägt. Bereits das vierte Semester findet überwiegend digital statt, in Bene mit der Video-Konferenz-Software Zoom. Die Studienkolleg:innen kennt man vor allem über die kleinen schwarzen Kästchen mit ihrem Profilbild. „Das lustige Studentenleben“ ist nur noch vom Hörensagen bekannt. Dabei ist Lernen vom und am Subjekt für soziale und pädagogische Berufe etwas Fundamentales…

Medienteam der KSH

Adventsfenster 21. auf 22.12.

21. auf 22.12. Auch wenn sie ein lebensrettendes Hilfsmittel in den Nöten unserer Tage zu sein scheint, hat sie dennoch Nebenwirkungen, die gravierend sind: Distanzierung kann zu Niedergeschlagenheit und Einsamkeit führen, das Leben düster und grau machen. Wo Menschen im Rahmen der Möglichkeiten aufeinander achten, dem andern immer wieder auf die Beine helfen, dort wird Leben bunt, abwechslungsreich und heilsam. Diese Zeit lädt vermehrt ein  zu Nähe in der Distanz, zu Achtsamkeit und Kreativität…

Volontäre im Kloster Benediktbeuern

Adventsfenster 22. auf 23.12.

22. auf 23.12. An Weihnachten sich Geschenke machen, will daran erinnern, dass Gott sich selbst uns geschenkt hat in dem kleinen unscheinbaren Säugling in der Krippe. Darum ist der materielle Wert beim Schenken eine untergeordnete Grösse. Zeit schenken, das ist eine unschätzbare Gabe: „Das beste Geschenk bist Du, Oma!“

Kompetenzzentrum „Zukunft Alter“ der KSH

Adventsfenster 23. auf 24.12.

23. auf 24.12. „Du Aufgang, Glanz des ewigen Lichts und Sonne der Gerechtigkeit: Komm und bring denen Licht, die in Finsternis sitzen und im Schatten des Todes.“ So lautet ein alter Adventlicher Ruf. Nur noch ein Schritt trennt uns vom Stall, in dem der das Licht der Welt erblickt, der von sich einmal sagen wird „Ich bin das Licht der Welt, wer auf mich vertraut, wird nicht im Dunkeln tappen!“

Familie Gries

Adventsfenster 24. auf 25.12.

24. auf 25.12. Müssten wir einen alternativen Namen finden für Gott, er würde „Nähe“ heissen. Vom ersten Augenblick an seiner Menschwerdeung ist er dem Herzen seiner Mutter nahe. Nähe von Herz zu Herz, von Mensch zu Mensch ist es, was den Menschen am Leben hält. In der Weihnacht wird es sichtbar: Zwei Menschen bieten dem Gott im Kind ihre Nähe an, bergen ihn in ihrer Mitte. Ihn, der uns in Händen hält.

PS Die Zwei sind sich ihrer Verantwortung bewusst: Um ihrem Da-Sein für das göttliche Kind ein Mass an Sicherheit zu geben, sind sie selbstverständlich geimpft…

Familie Gregull

EINE GESEGNETE WEIHNACHT