Eine Einrichtung
in Trägerschaft der
Salesianer Don Boscos

Vier Künstler in drei Kunstausstellungen im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern

Veröffentlicht am: 15. Dezember 2019

In der Stillen Zeit lohnt sich ein Besuch im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern. Dort stellen vier Künstlerinnen und Künstler in drei Ausstellungen bis zur ersten Neujahrswoche ihre Werke vor.

Im Westflügel wartet Heidi Singelnstein unter dem Motto „Impressionen“ mit einer Aquarellausstellung auf. Schon mehrfach hat die Rheinländerin, die seit den 80er Jahren in Iffeldorf wohnt, im Kloster ausgestellt. Dieses Mal hat sie Motive aus der Umgebung des Bayerischen Oberlandes und von Reisen für ihre Ausstellung ausgewählt. Wer ihre Bilder betrachtet, wird nicht umhin kommen, Heidi Singelnsteins Ansicht über ihre Gemälde zu bejahen: „Stimmungen lassen sich am besten einfangen, wenn man mitten im Motiv sitzt.“

Den Südflügel des Kreuzgangs bereichert die Ausstellung „Genesis – Die Schöpfung“. Hier beeindrucken die Aquarelle von Jelena Jokesz und Fotografien von Volker Strobel, die den biblischen Schöpfungstext interpretieren und aktualisieren, gerade auch in ihrer kreativen wie spannungsreichen Komplementarität.

Der Ostflügel steht diese Tage in der „Kraft der Natur“. Hier zeigt Natalia Alf – leider nur bis kurz vor Weihnachten – ihre impressionistischen Kunstwerke, die vor allem Motive wie Landschaft, Meer, Blumen und Menschen präsentieren. Die am Ural in Russland geborene Künstlerin zeigt die Natur in ihrer Schönheit und Ruhe, mit ihrer magischen Kraft und ihrem faszinierenden Licht.

Die Ausstellungen sind täglich von 9.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist wie immer frei.

Dr. Jürgen Werlitz

Fotos: Sie sind Eigentum der AusstellerInnen und für die Presseberichterstattung über ihre jeweilige Ausstellung von diesen freigegeben.

Weitere Informationen

Heidi Singelnstein zu ihrer Ausstellung „Impressionen“

„Es ist immer wieder spannend: Jedes Motiv ändert sein Aussehen mit den Lichtverhältnissen. So wirkt es am Morgen anders als am Abend, bei strahlendem Sonnenschein zeigt es sich völlig anders als bei einem verhangenen Himmel.

Genauso wie das sich verändernde Licht fließt aber auch die eigene Stimmung in ein Bild mit hinein. Vielmehr noch, wenn man draußen malt, so wie die meisten meiner Bilder entstehen.

Immer ist man auf der Suche nach neuen Motiven, von denen es unendlich viele gibt in unserem schönen Oberbayern wie auch an anderen Orten. Meine Malsachen begleiten mich fast immer und ich stelle stets aufs Neue fest, wie sehr man mit seiner Umgebung verschmilzt, alles wahrnimmt und sich auch später erinnert.

Ich möchte in meinen Bildern den Augenblick festhalten. Hierzu ist ein großzügiger, schneller Malstil von Vorteil. Die Aquarelltechnik ist hierfür sehr geeignet, da sie lebendig ist und ihr Eigenleben hat und sich nie hundertprozentig vorausbestimmen lässt. Es ist immer wieder ein Abenteuer, ob es gelingt oder nicht…“

Informationen zur Ausstellung „Genesis – Die Schöpfung“

Jelena Jokesz wurde 1974 in der Familie des begabten Künstlers Leonid Lifyorov geboren. Leonid begann seiner Tochter den Sinn für Schönheit zu vermitteln, einen zarten ästhetischen Sinn und auch die Fähigkeit, die Schönheit des Lebens von früher Kindheit an zu erkennen und wahrzunehmen.

1998 zog die Künstlerin nach Ungarn und trat bis 2004 der ungarischen Kunstgemeinschaft „AFK“ bei. Später, im Jahr 2005, zog sie nach Deutschland, wo sie die Berufsfachschule für Bildende Kunst in München mit Auszeichnung abschloss. 2014 ist sie aus München in das Blaue Land am Fuße der Alpen gezogen, und war bezaubert von der Schönheit der bayerischen Natur. Sie begann mit Aquarell zu malen und die Kunst wurde zu einem wesentlichen Bestandteil ihres Lebens. Die Künstlerin arbeitet mit verschiedenen Techniken, bevorzugt Aquarell und Öl. Ihr künstlerisches Talent ist vielseitig. Neben der traditionellen Natur- und Landschaftsmalerei malt sie auch gerne Portraits, illustriert Bücher, macht Wandmalerei, unterrichtet und veranstaltet Malkurse.

Volker Strobel (s. Foto ganz oben): Die Ausstellung „Genesis – die Schöpfung“ zeigt ausgewählte Fotos zu den 7 Tagen der biblischen Schöpfungsgeschichte nach dem 1. Buch Mose. Ein sich anschließender zweiter Teil fordert dazu auf, das Paradies Erde zu bewahren und vor der Zerstörung zu retten.

„Mein Bestreben ist es, schöne, ästhetische und magische Fotos zu machen. Strukturen, Formen und Kontraste spielen eine große Rolle im Bereich der Fotografie. Linien, Symmetrien und Hell-Dunkel-Kontraste in ein Bild zu integrieren, spricht mich sehr an – siehe hierzu auch meine Homepage „volker-strobel-photography.de“. Ich bin ein Deutscher Fotograf mit dem Hauptwohnsitz in Kochel am See, der regelmäßig die norwegische Inselgruppe der Lofoten besucht und fotografiert. Die Landschaftsfotografie ist mein Schwerpunkt. Mein Vater war Dozent für Neues Testament und für mehrere Jahre Leiter des Instituts für Altertumswissenschaften des Heiligen Landes in Jerusalem und Amman.“

Natalia Alf präsentiert „Kraft der Natur“

In der Adventszeit sind die besonderen Kunstwerke von Natalia Alf vom 07.12 bis 22.12.2019 im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern zu sehen. In dieser Ausstellung „Kraft der Natur“ präsentiert Natalia Alf ihre impressionistischen Kunstwerke mit Landschaft, Meer, Blumen und Menschen. Die am Ural in Russland geborene Künstlerin zeigt die Natur in ihrer Schönheit und Ruhe, mit ihrer magischen Kraft und ihrem faszinierenden Licht.Ihre künstlerische Arbeit konzentriert sich auf die Spontaneität der Wahrnehmung der Natur, ihres Lichts und ihrer Farbtöne. Sie gibt dem Betrachter das Gefühl der atmosphärischen Sättigung und der frischen farbenreichen Wahrnehmung der Welt und der Harmonie der Natur. Die Ausstellung umfasst auch eine Reihe kleiner impressionistischer Bilder, die teils in direktem Zusammenhang mit ihren großen Bildern stehen. Die zarte Farbskala von Blau- und Opaltönen, der gemessene Rhythmus der Wellen, die auf das sandige Ufer fließen, der zarte Übergang von Himmel und Meer werden in ihren Bildern so feinfühlig und seelisch eingefangen, dass der Betrachter sein Zeitgefühl zu verlieren und die Verbindung mit der Ewigkeit zu spüren scheint.

Natalia Alf findet ihre Inspiration in den Werken berühmter russischer Maler, wie Repin, Levitan, Kuindzhi, deren  Voraussetzung für ihr kreatives Schaffen das innere Leben, das Leben der Natur und ihrer Rhythmen war.