Vorlage:Jahresbericht 2006/KHG
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„Wir sind gekommen, um zu bleiben“!
Unter diesem Leitgedanken wurde am 4. Okt. das Studienjahr 2006/07 mit einem festlichen Gottesdienst in der Basilika St. Benedikt eröffnet. Das Motto deutete schon an, dass viele neue Studierende nach Benediktbeuern gekommen sind, um hier einige Jahre ihres Lebens zu verbringen und auch die Erfahrung zu machen, dass sie hier ein Stück neue Heimat finden können.
Sommersemester 2006
Schon im Sommersemester hatten Studierende die Möglichkeit, an ihrem Studienort bei verschiedenen Anlässen, Unternehmungen und Veranstaltungen sich mehr und mehr heimisch zu fühlen. Um die 35 Studierende machten sich in der Osterzeit auf den Weg von „Exerzitien im Alltag“. Einen Monat lang waren Studierende mit ihren Begleitern auf Spurensuche ihres Mensch- und Christseins. Eine wertvolle Hilfe auf diesem Weg war die Materialmappe der Erzdiözese München-Freising mit dem Titel „Du bist“. Im Mai machten sich zwei Gruppen auf, an anderen Orten Begegnungen zu erfahren und zu erleben. Eine Gruppe nahm vom 24.-28.5. am 96. Dt. Katholikentag n Saarbrücken teil. Eine andere Gruppe fuhr mit ihrem Hochschulseelsorger nach Assisi, wo sie im Leben des Hl. Franziskus an Ort und Stelle Spuren und Verbindungen zu ihrem eigenen christlichen Leben suchten. Am Studienort selber haben die geistlichen Angebote der KHG regen Zuspruch gefunden. Jeden Dienstag- und Donnerstagabend wurden von vielen die Eucharistie mitgefeiert. Hier ist auch Raum und Gelegenheit, sich in inhaltliche und musikalische Gestaltung miteinzubringen und so Gottesdienste lebendiger zu erfahren. Jeden Dienstagabend hat die Hochschulgemeinde ihren festen Abend, den sog. KHG-Abend, an dem unterschiedliche Veranstaltungen (Begegnung, Feier und Fest, gemeinsame Planungs- und Koordinationstreffen, Gespräche, Filmangebote) dem Studienalltag Raum für Begegnung und Austausch von Lebenserfahrungen und Diskussionen bieten. An zwei Tagen begann auch in diesem Jahr der Tag jeweils früh: zum kirchlichen Morgenlob („Laudes“) und zu einer meditativen Einstimmung („Schritt in den Tag“) fand sich immer eine stattliche Gruppe ein, die im anschließenden Frühstück die im morgendlichen Gebet erfahrene Gemeinschaft vertiefen konnte. Mehrere Studierende engagierten sich auch heuer wieder bei „meditativen Abendbesinnungen“, die in der Don-Bosco-Jugendherberge für junge Menschen angeboten und interessiert wahrgenommen worden sind.
Wintersemester 2006/07
Mit der Einführungswoche zu Beginn des neuen Studienjahres hat es sich die Hochschulgemeinde wieder zum Anliegen gemacht, für Neulinge die Möglichkeiten und Angebote aufzuzeigen und kennenzulernen, die Studierende in Benediktbeuern als wertvollen Ausgleich zum Studium entwickelt haben. Gerade in den ersten Tagen wurden verschiedene Aktivitäten vorgestellt und es wurde dazu eingeladen, immer mehr am Studienort Fuß zu fassen und einander besser kennenzulernen. Gerne wahrgenommen wurden in der Einführungswoche eine leichte Höhenwanderung bei Murnau, eine Bergwanderung zur Benediktenwand und Führungen durch das Aktionszentrum und das Zentrum für Umwelt und Kultur. Wertvolle Erfahrungen konnten Studierende auch wieder machen bei einer Nikolausaktion, bei der um den Nikolaustag Familien mit Kindern in der Umgebung besucht wurden. Mit den erhaltenen Spenden konnte ein Projekt der Salesianer Don Boscos für tschernobylgeschädigte Kinder in Novojelnia in Weißrussland großzügig unterstützt werden. Eine große Aktion, bei der viele Studierende sich über einen längeren Zeitraum einbrachten, war auch der diesjährige Christkindlmarkt am 10. Dez., bei dem wiederum bei Singen, Verkauf von Waffeln und Basteleien ein Erlös von über 1300,- € an das Straßenkinderprojekt der Salesianer Don Boscos weitergegeben werden konnte. In kleineren Kreisen wie dem Bibelgespräch und dem Hauskreis war für Neulinge wiederum eine Chance, in einer überschaubaren Gruppe in Kontakt mit der biblischen Welt und dem eigenen Glauben zu kommen. Nach wie vor hat auch die Gruppe Studierender, die sich bei Amesty international engagiert, regen Zulauf. In regelmäßigen Treffen und durch verschiedenste Aktionen während des Jahres setzte sich diese Gruppe ein für Menschenwürde und Menschenrechte und machte immer wieder Studierende und Lehrende in unserer Welt auf Verletzung dieser Grundwerte aufmerksam. Mit dem neuen Studienjahr haben sich auch wieder vermehrt Studierende ansprechen lassen, bei der Bahnhofsmission in München in Not geratenen Menschen ihren Dienst anzubieten. Ein fester Bestand der KHG-Abende war wiederum der sog. NNTS („Nicht-Nur-Theologen-Stammtisch“), der Studierende, Dozierende, Mitarbeiterinnen und Gäste unserer beiden Hochschulen zu aktuellen Themen und zu persönlicher Begegnung an einen Tisch zusammenführt. Ein neues Angebot im Wintersemester war der sog. „Alpha-Kurs“ – ein Angebot für solche, die in ihrem Leben einen neuen Zugang zu Glauben und Kirche suchen. In Kooperation mit der Pfarreiengemeinschaft Benediktbeuern/Bichl wurde diese Initiative mit der KHG durchgeführt. Um die 40 Teilnehmer/innen trafen sich jeden Mittwochabend zu einem Begegnungsabend im Pfarrheim, bei dem neben einem gemeinsamen Abendessen immer ein Thema des Glaubens im Mittelpunkt stand. Fast die Hälfte der Teilnehmer waren Studierende, die z.T. auch in begleitender Form diese Abende mittrugen. Neben diesen „offiziellen“ Aktivitäten und Angeboten der KHG gab es vielerlei zusätzliche Initiativen Studierender, die zu Festen, Feiern, Begegnung und Gesprächen einluden und zusätzliche Orte schafften, an denen immer wieder ein Stück „Heimat“ erfahrbar wurde. Heimat schaffen und erfahren – dazu sind immer wieder alle eingeladen, die lehren und studieren, die mitarbeiten und das Leben der Hochschulgemeinde mitgestalten. Dies ist immer wieder eine Herausforderung und eine spannende Aufgabe.
Pater Josef Knupp SDB
