Vorlage:Jahresbericht 2006/AZ

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AKTIONSZENTRUM

In einer Zeit der schnellen Veränderungen und vielen Unsicherheiten rufen viele Menschen nach Stabilität und festen Werten, die Halt für das Leben geben. Jugendbildung ist ein gutes Beispiel für Flexibilität und Veränderung, die jedoch nicht Unsicherheit bringt, sondern beitragen will, dass junge Menschen Halt im Leben finden. Im Jahr 2006 konnte das Aktionszentrum über 14.000 junge Menschen im Haus begrüßen. Für über 2/3 von Ihnen haben wir eigene Angebote ausgearbeitet und die jungen Menschen in der Zeit persönlich im Aktionszentrum begleitet.

Schulbezogene Jugendbildung

Schwerpunkt unserer Arbeit während der Schulzeit ist und bleibt das Angeobt der Tage der religiösen Orientierung. Dieses wurde im vergangenen Jahr von über 230 Schulklassen mit über 6000 jungen Menschen wahrgenommen. Ein Großteil der Gruppen kam aus Schulen, mit denen das Aktionszentrum schon lange in Kontakt ist. Gut kommt jedoch auch die Offenheit für Hauptschulklassen an, die somit Wertschätzung erfahren und die Möglichkeiten, die geboten werden, gut nutzen. Diese Offenheit ist gemäß dem Auftrag unseres Gründers Don Bosco ein wichtiger Schritt unseres Engagements in der Gesellschaft von heute. Diese Offenheit stellt das Team auch vor viele Herausforderungen, an denen wir jedoch konzeptionell dran sind und versuchen, für diesen Bereich finanzielle Unterstützung zu finden.

Weiter ausbauen konnten wir unsere Kontakte und Kursangebote für Tutoren und Streitschlichter an den Schulen. Hier wird unser spezieller persönlichkeitsorientierter Ansatz geschätzt. Gerade diese Angebote stellen eine wichtige Unterstützung dar, damit ehrenamtliches Engagement in den Schulen vor Ort auch fachlich umgesetzt werden kann. Leider sind die öffentlichen Gelder der Unterstützung in diesem Bereich gestrichen worden, was die organisierenden Schulen und auch uns vor große Probleme stellt.

Offene Jugendbildung und Glaubensbildung junger Menschen

Von 81 Kursangeboten aus unserem Jahresprogramm haben 2006 76 Angebote mit über 1500 Teilnehmern stattgefunden. Ein Schwerpunkt dieser offenen Angebote ist weiterhin die religiöse Jugendbildung mit Kursen zu den kirchlichen Hochfesten und spirituellen Wochenenden. Hier macht sich der intensive Kontakt der Referentinnen und Referenten zu den Jugendlichen bezahlt. Allein im Jahr 2006 wurden 190 Gespräche mit Jugendlichen geführt, die in ihrem Leben oder Glauben auf der Suche sind. So können wir auf diese Weise Jugendliche füreinen längeren Weg begleiten. Besonders gefragt waren auch die Angebote für junge Erwachsene, die noch nicht geheiratet haben oder eine Familie gründeten. Durch Studium und Beruf haben sie oft noch keine Heimat in Pfarrgemeinden gefunden und haben wenigstens im Aktionszentrum eine geistliche Heimat.

Im Bereich der Firmvorbereitung haben sich unsere Wochenenden weiter in verschiedenen Pfarreien etabliert. Diese hohe Dichte an personalem Angebot kann nur durch die engagierte Mitarbeit des hauptamtlichen Teams, wie vieler Praktikanten, Ehrenamtlicher und Honorarmitarbeiter gewährleistet werden.

Internationale Jugendarbeit und Freiwilligendienste

Globalisierung und deren Herausforderungen drängen in das heutige Leben junger Menschen und so ist dieser Arbeitsbereich ein wichtiges Standbein für die Bildungsarbeit des Aktionszentrums. Eingebunden in die Struktur einer weltweit tätigen Ordensgemeinschaft ergeben sich viele Möglichkeiten der Zusammenarbeit und des Austausches. So konnten wir neben der europäischen Jugendwoche und einer internationalen Gruppenleiterschulung auch an Bildungsmaßnahmen im Ausland teilnehmen. Bei der Organisation und den Kontakten erweist sich das Don Bosco Youth Net als internationale Vereinigung als ein wichtiges Hilfsmittel, das mittlerweile auch im Europäischen Jugendforum als anerkannter Beobachter vertreten ist. Bei allen Veranstaltungen in diesem Bereich erweist sich die Gruppe der ehemaligen Volontäre als eine wichtige Stütze, die mit Ihrer Erfahrung und ihrem Engagement vieles Neues ermöglichen.

So konnten im vergangenen Jahr wieder 27 Volontäre vorbereitet und während ihres Einsatzes in z.B. Indien, Argentinien, Großbritannien begleitet werden.

Die Stiftung „Kinder brauchen ein Zuhause“ konnte im vergangenen Jahr neben dem Strassenkinderheim in Moskau mehrere Projekte in der Ukraine und Weißrussland konzeptionell und finanziell unterstützen. Vernetzen konnten wir diese Unterstützung durch die Teilnahme von Jugendlichen aus diesen Projekten bei der Europäischen Jugendwoche. Gastgruppen

Neben all den eigenen Angeboten, Kursen und Aktionen begleitet das Team des Aktionszentrums auch viele Gruppen, die ihr eigenes Programm durchführen. Hierbei wurden viele Hilfestellungen bei der Programmvorbereitung und –durchführung gegeben. Schwerpunkte der Begleitung waren die Durchführung von erlebnispädagogischen Übungen, Klosterführungen, Gottesdiensten und besinnlichen Angeboten.

Bedeutung für Kirche und Gesellschaft

Insgesamt ist es erfreulich festzustellen, dass die Angebote des Aktionszentrums auch über 30 Jahre nach seiner Gründung gefragt sind und die Bildungsstätte innerhalb der Diözesen Augsburg und München-Freising, sowie im Bezirk Oberbayern eine feste Größe ist. Neben dem Blick auf die jungen Menschen engagiert sich das Aktionszentrum gemäß seinem Auftrag auch für die Aus- und Fortbildung ehren- und hauptamtlicher in der kirchlichen Jugendarbeit. So waren im Jahr 2006 über 20 Praktikantinnen und Praktikanten tätig, die alle angeleitet und begleitet wurden. Somit wird das Anliegen Don Boscos und seine besondere Form der Sorge für junge Menschen auch weit in unsere Gesellschaft hineingetragen.


Pater Stefan Stöhr SDB

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