Umweltpolitik der Einrichtungen im Kloster Benediktbeuern
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Siehe auch: Umwelterklärung des Klosters Benediktbeuern
Kommunikationsgrundlage für alle Auftragnehmer
Das Engagement für eine nachhaltige Entwicklung in christlicher Schöpfungsverantwortung ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit aller Einrichtungen im Kloster Benediktbeuern. Denn der salesianische Sendungsauftrag für die Jugend, der von der Ordensgemeinschaft vertreten wird, sowie der Auftrag einer Bildung für Lebensqualität und Gerechtigkeit, der in unterschiedlicher Weise von den einzelnen Einrichtungen wahrgenommen wird, sind heute notwendig mit dem Einsatz für die Erhaltung der Lebensgrundlagen künftiger Generationen verknüpft. Diese Zielsetzung soll in allen Bereichen der täglichen Arbeit sichtbar werden.
Im Mittelpunkt steht ein Bildungsauftrag, den die Einrichtungen auf unterschiedliche Weise verwirklichen. Es ist das Ziel, Umweltwissen zu vermitteln und aus der Quelle einer lebensbejahenden Schöpfungsspiritualität Verantwortung für die natürlichen Lebensgrundlagen zu fördern. Ein Schwerpunkt liegt dabei in der Vermittlung sozialer Kompetenzen für eine humane, ökologisch tragfähige und weltweit gerechte Entwicklung. Die Einrichtungen im Kloster Benediktbeuern verstehen sich dafür als Lernort.
In den Einrichtungen im Kloster wird daher ein Umweltmanagementsystem aufgebaut und dauerhaft eingerichtet, das die Umsetzung dieser Leitlinien für eine Umweltpolitik regelmäßig kontrollieren soll. Alle Einrichtungen bemühen sich dabei, über die relevanten Auflagen, Gesetze und Vorschriften hinaus zur Entlastung der Umwelt beizutragen.
Leitlinien
1. Es ist das Ziel aller Einrichtungen im Kloster, direkte und indirekte Umweltbelastungen durch organisatorische Maßnahmen sowie durch Bewusstseinsbildung kontinuierlich zu verringern, um das Kloster Benediktbeuern so zu einem Standort glaubwürdiger Schöpfungsverantwortung auszubauen. Die internationalen Beziehungen des Ordens werden als Chance und Auftrag für die Förderung globaler Solidarität im Sinne der Agenda 21 begriffen.
2. Alle Einrichtungen im Kloster bemühen sich, Abfälle zu vermeiden bzw. umweltgerecht zu entsorgen, Ressourcen wie Strom, Heizenergie und Wasser einzusparen, in Verwaltung und Bürobetrieb möglichst umweltverträgliche Materialien einzukaufen und alle Materialien sparsam zu verwenden, in einigen Produktbereichen umwelt- und sozialverträgliche Lebensmittel aus der Region oder aus fairem Handel zu bevorzugen und auf eine umweltschonende Mobilität zu achten.
3. Die im Jahre 2001 in Betrieb genommene Energiezentrale, die 80 % des Bedarfs aus erneuerbaren Quellen deckt, ist ein wichtiger Schritt konkreter Schöpfungsverantwortung. Dies soll durch konsequentes Energiesparen in allen Bereichen ergänzt und durch eine Energiewerkstatt zur Motivation möglichst vieler Menschen genutzt werden. Insbesondere an den beiden Hochschulen sowie am Zentrum für Umwelt und Kultur soll Umweltbildung konsequent zu einer interdisziplinär vernetzten Bildung für Nachhaltigkeit und Schöpfungsverantwortung weiterentwickelt werden.
4. Die land- und forstwirtschaftlichen Flächen, die das Zentrum für Umwelt und Kultur im Auftrag des Klosters verwaltet, sollen als wertvolle Kulturlandschaft gepflegt, als Biotop für seltene Pflanzen und Tiere erhalten und als Modell für eine nachhaltige Landnutzung zur Bewussteinsbildung in der Region und über diese hinaus genutzt werden. In den Außenanlagen im Kloster soll die Versiegelung von Flächen vermieden und die Entsiegelung gefördert werden.
5. In den verschiedenen Einrichtungen haben alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Chance, sich an der Umsetzung des Umweltmanagementsystems und den Entscheidungen zum Umweltschutz zu beteiligen. Sie werden dazu ermuntert, eigene Ideen zur Umsetzung des Umweltprogramms einzubringen und das Umweltmanagement durch aktive Teilnahme zu unterstützen.
6. Die Leitungen aller Einrichtungen bemühen sich, das Umweltbewusstsein und die Motivation der Ordensangehörigen, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Studentinnen und Studenten durch Informationen, Aufklärungen und Schulungen zu fördern. Auch Lieferanten, Vertragspartner, Bildungsteilnehmer und Gäste sollen für eine Unterstützung des Umweltmanagements gewonnen werden. Der Einsatz aller Einrichtungen für die Zukunft der Schöpfung wird mit der Agenda 21 im Landkreis sowie mit vielfältigen anderen Initiativen für eine nachhaltige Entwicklung in der Region, in den Kirchen und in der immer enger zusammenwachsenden Weltgesellschaft vernetzt.
Prof. Dr. Markus Vogt / Umweltbeauftragter
--Nwolff.sdb 12:04, 5. Dez 2007 (CET)
