Salesianer Don Boscos zu Gast in der Ewigen Stadt

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Osterwoche wurde zum »geistlichen, gemeinschaftlichen und kulturellen Erlebnis« 

Die Ewige Stadt Rom hat für katholische Christen eine besondere Bedeutung. Hier residiert nicht nur der Papst, hier befinden sich auch die Gräber der Apostelfürsten Petrus und Paulus und weiterer Heiliger, hier werden mehr als 2.000 Jahre Geschichte und Kultur lebendig, von hier aus werden die großen weltweiten Ordensgemeinschaften geleitet, hier trifft man auf Menschen aus aller Welt – und hier lässt es sich leben. Es gibt also mehr als einen Grund, Rom als Pilger oder als Tourist zu besuchen.

Die Benediktbeurer Salesianer Don Boscos haben sich zum Ziel gesetzt, ihren studierenden Mitbrüdern einmal während der Ausbildung eine Reise ins Zentrum der katholischen Christenheit zu ermöglichen. Nachdem die letzte derartige Fahrt 2003 stattgefunden hatte, stand in diesem Jahr wieder ein Rombesuch an. Insgesamt 25 Salesianer – Studenten, Professoren und weitere Mitbrüder, darunter auch Direktor Pater Claudius Amann SDB – machten sich vom Ostermontag bis zum Samstag vor dem Weißen Sonntag auf den Weg in den Süden. Um die Vorbereitung und um die Reiseleitung kümmerte sich in vorbildlicher Weise der Liturgiewissenschaftler Professor Pater Dr. Josip Gregur SDB. Untergebracht war die Gruppe im Salesianerhaus Sacro Cuore, das sich direkt neben dem Bahnhof Termini befindet.

Auf dem Programm standen natürlich die vier großen Basiliken: St. Peter, St. Paul vor den Mauern, Santa Maria Maggiore und San Giovanni in Laterano. Dazu kamen die von Salesianern betreuten Kallistus-Katakomben und verschiedene kleinere Kirchen sowie die wichtigsten antiken Denkmäler. Außerdem durften touristische Anziehungspunkte wie die Piazza Navona, die Fontana di Trevi und die Spanische Treppe nicht fehlen. Ein besonderer Akzent wurde im Forum Romanum gesetzt: Ein Benediktinerpater erläuterte die hier befindliche, normalerweise verschlossene Kirche Santa Maria Antiqua mit ihren einzigartigen frühmittelalterlichen Fresken.

Ein erster Höhepunkt der Romfahrt war die Papstaudienz auf dem Petersplatz. Organisator Pater Gregur hatte dafür gesorgt, dass die Gruppe Karten für den oberen Bereich – ganz in der Nähe des Heiligen Vaters – erhielt. Papst Benedikt XVI. ging in seiner Ansprache auf die Auferstehung als das zentrale Ereignis des christlichen Glaubens ein. Zu einem zweiten Höhepunkt wurde der Besuch des salesianischen Noviziatshauses in Genzano in der Nähe der päpstlichen Sommerresidenz Castelgandolfo. Von italienischen Mitbrüdern und Novizen wurden die Benediktbeurer überaus herzlich empfangen und dann auch noch zu einem reichhaltigen Abendessen eingeladen.

Die Gottesdienstfeiern in der Osterwoche waren durch die Botschaft von der Auferstehung Christi geprägt. Sie fanden unter anderem statt in der Abbazia delle Tre Fontane, in der Basilika Santa Maria Maggiore und in dem Raum des Salesianerhauses Sacro Cuore, den Don Bosco während seiner Rombesuche bewohnt hatte. Zum Abschluss der Fahrt bedankte sich Direktor Pater Claudius Amann SDB bei allen Teilnehmern, insbesondere bei Pater Josip Gregur. »Die Fahrt ist für uns zu einem geistlichen, gemeinschaftlichen und kulturellen Erlebnis geworden, das sicherlich auf unseren Alltag als Christen ausstrahlen wird«, so der Benediktbeurer Ordensobere.

--Nwolff.sdb 22:35, 25. Apr 2009 (CEST)

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