Portal:Don Bosco
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Er war Jugendapostel von Turin, Pädagoge, Zauberkünstler, Schriftsteller, hatte Fähigkeiten als Schreiner und Schuster, war Sozialarbeiter und leidenschaftlicher Priester. Er war der Gründer der heute zweitgrößten katholischen Ordensgemeinschaft und er ist ein lebendiger Heiliger. Sein Name: Don Bosco.
Nach der 1841 empfangenen Priesterweihe kam Don Bosco ("Don" = italienische Anrede der Priester) nach Turin und lernte im Zeitalter der beginnenden Industrialisierung die Not der jungen Menschen kennen, die es ohne Ausbildung und Arbeit vom Land in die Stadt zog. Er begann, zunächst an Sonn- und Feiertagen, Jugendliche um sich zu sammeln. Ein Schuppen im Vorort Valdocco wurde 1846 die Keimzelle seines Werkes. Hier verbrachte Don Bosco mit den Jugendlichen die Freizeit, erteilte Schulunterricht und richtete später Lehrwerkstätten ein. Ihm ging es um den ganzen Menschen: um den gläubigen Christen und den guten Staatsbürger. Religion, Liebe und Vernunft bezeichnete er als die Grundpfeiler seines Tuns.
Don Boscos Jugendwerk entfaltete sich in politisch unruhigen Zeiten. Die Revolution von 1848 und die italienische Einigungsbewegung führten zu Spannungen zwischen Kirche und Staat. Mehrfach konnte Don Bosco helfend eingreifen (etwa im Hinblick auf die Besetzung von Bischofsstühlen). Der Staat erkannte die Bedeutung des sozialen Wirkens Don Boscos an. Daher war es diesem möglich, eine religiöse Gemeinschaft zu gründen; zwar keinen Orden im traditionellen Sinne - dies verhinderten kirchenfeindliche Gesetze -, dafür aber eine moderne Kongregation, die "Gesellschaft des heiligen Franz von Sales" (1859), heute "Salesianer Don Boscos" genannt. Zusammen mit Maria Mazzarello gründete Don Bosco 1872 die Gemeinschaft der "Töchter Mariens, der Hilfe der Christen", heute als "Don-Bosco-Schwestern" bekannt. Quasi als "Dritter Orden" kam 1876 die "Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter" hinzu, deren Mitglieder in ihrem jeweiligen Lebensstand (in der Regel als Eheleute) die Ideale Don Boscos verwirklichen möchten.
Am 31. Januar 1888 starb Don Bosco, dessen Name längst nicht mehr nur in Italien bekannt war. Sein Werk lebt auf der ganzen Welt weiter. Es gibt heute 17.000 Salesianer Don Boscos in 114 Ländern (und ebenso viele Don-Bosco-Schwestern), die sich zur bedürftigen Jugend gesandt wissen. In Deutschland sind mehr als 400 Mitbrüder in Häusern der Offenen Tür, Heimen, Internaten, Schulen, Lehrwerkstätten, Jugendbildungsstätten, Pfarreien und anderen Einrichtungen tätig. Über die zahlreichen salesianischen Aktivitäten informiert die in München herausgegebene Ordenszeitschrift "Don Bosco Magazin"
Siehe auch
- Salesianer Don Boscos
- Don-Bosco-Familie
- Heilige und Selige der Don-Bosco-Familie
- Hl. Dominikus Savio (Schüler Don Boscos)
Externe Links
- Don Bosco-Seite der Deutschen Provinz
- Don Bosco-Seite des Instituts für Salesianische Spiritualität
- Don Bosco-Seite der Missionsprokur
- Don Boscos Seite der Österreichischen Provinz
- Don Bosco-Literatur und Don Bosco und die Salesianer von P. Norbert Wolff SDB
- Don Bosco-Artikel in Wikipedia - Wikiquote
- Don Bosco-Artikel im BBKL von P. Herbert Diekmann SDB
- Don Bosco-Seite des Ökumenischen Heiligenlexikons

