Pater Karl Abt SDB verstorben
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Engagierter Seelsorger hatte sich um alpenländische Kultur bemüht
Der langjährige Benediktbeurer Seelsorger Pater Karl Abt SDB (82) ist am Nachmittag des 3. Januar 2010 nach längerer Krankheit im Kloster Benediktbeuern verstorben. Der am 16. Mai 1927 in Ebingen auf der Schwäbischen Alb geborene Theologe hatte nach dem Besuch der Volksschule eine Ausbildung zum Werkzeugmacher absolviert. In der Schlussphase des Zweiten Weltkriegs wurde er noch als Soldat eingesetzt und geriet in Gefangenschaft. Danach arbeitete er zunächst in seinem erlernten Beruf und war gleichzeitig in der katholischen Jugendarbeit aktiv.
Ab 1950 besuchte Karl Abt das Spätberufenengymnasium der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern. Die Schulzeit wurde – den damaligen salesianischen Gepflogenheiten entsprechend – unterbrochen, um in das Noviziat des Ordens einzutreten. Am 29. August 1954 legte Karl Abt in Ensdorf (Oberpfalz) die ersten Ordensgelübde ab. Er studierte in Benediktbeuern Katholische Theologie und empfing am 29. Juni 1964 das Sakrament der Priesterweihe.
Die Ordensobern versetzten den Neupriester nach Bamberg, wo er von 1965 bis 1972 die Aufgabe eines Erziehungsleiters im Canisiusheim und 1972/73 die Aufgabe eines Direktors im Josefsheim versah. Außerdem wirkte er hier als Religionslehrer sowie als Landeskurat der Pfadfinderinnenschaft St. Georg.
Vor fast 37 Jahren kam Pater Abt wieder nach Benediktbeuern. Von 1973 bis 1985 war er hier Kaplan und von 1985 bis 2000 Pfarrer. Auch nach seiner Entpflichtung kannte der engagierte Seelsorger keinen Ruhestand. Gemäß seiner Devise »Ein katholischer Priester arbeitet, solange es seine Kräfte zulassen« übernahm er bis vor wenigen Monaten immer wieder Gottesdienstaushilfen.
Von der örtlichen Bevölkerung wurde Pater Karl Abt nicht zuletzt wegen seiner Bemühungen um die alpenländische Kultur geschätzt. Er gehörte einer großen Anzahl von Vereinen an und war aktives Mitglied der Antlassgebirgsschützen. Darüber hinaus förderte er das Volkstheater und betätigte sich als Maler. So kam er mit sehr vielen Menschen seiner Pfarrei in lebendigen Kontakt.
Aufbahrung, Totenrosenkranz und Beisetzung
Der Verstorbene wird ab Dienstag, 5. Januar 2010, 14.00 Uhr in der Benediktbeurer Anastasiakapelle aufgebahrt. Der Totenrosenkranz wird am Dienstag, 5. Januar, um 19.30 Uhr in der Hauskapelle der Salesianer Don Boscos im Kloster und am Donnerstag, 7. Januar 2010, um 18.15 Uhr in der Benediktbeurer Marienkirche gebetet. Das Requiem ist am Freitag, 8. Januar 2010, um 14.00 Uhr in der Basilika und Pfarrkirche St. Benedikt. Anschließend wird der Verstorbene auf dem Friedhof der Mitbrüder beigesetzt.
--Nwolff.sdb 19:47, 3. Jan. 2010 (UTC)
