Papst Johannes Paul II./Berufung

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Papst fand Berufung in Salesianerkirche

Krakau, Kirche St. Stanislaus Kostka. Der Text auf der Tafel lautet: Vor dem Maria-Hilf-Bild betete Karol Wojtyla um das Geschenk der Berufung zum Priestertum – Apostel des Rosenkranzes, Arbeiter bei Solvay [Fabrik, in der er während des Krieges arbeitete], Künstler des Wortes, Heiliger Vater Johannes Paul II.

Seit seinen Jugendtagen hatte Karol Wojtyla eine enge Beziehung zu den Salesianern Don Boscos. Als er 1938 im Alter von 18 Jahren sein Studium der Literatur aufnahm, zog der spätere Papst von seinem Heimatort Wadowice in die Universitätsstadt Krakau. Hier lebte er im Stadtteil Debniki in der von Salesianern betreuten Pfarrei St. Stanislaus Kostka. Die von den Ordensleuten geförderte Maria-Hilf-Verehrung sprach den jungen Mann, der schon 1929 seine Mutter verloren hatte, besonders an. Vor dem in einer Seitenkapelle der Pfarrkirche befindlichen Maria-Hilf-Bild betete er regelmäßig darum, daß Gott ihm den rechten Weg weisen möge.

Schließlich entschied er sich, in das diözesane Priesterseminar einzutreten. Am Allerheiligentag des Jahres 1946 zum Priester geweiht, feierte er in St. Stanislaus Kostka am 3. November 1946 seine Heimatprimiz. Bei einem seiner Besuche als Papst in Krakau erwähnte Johannes Paul II. ausdrücklich, daß er in der Salesianerkirche das »Geschenk der Berufung« erfahren habe.

Pater Norbert Wolff aus dem Kloster Benediktbeuern war im vergangenen September zusammen mit einer Pilgergruppe in der Krakauer St.-Stanislaus-Kostka-Kirche, um hier die Heilige Messe zu feiern und ebenfalls vor dem Maria-Hilf-Bild zu beten. Besonders beeindruckt hat ihn die Kirchenführung, die Pfarrer Pater Robert Wroblewski hielt. »Wir Salesianer freuen uns, daß der Papst auch etwas von der Spiritualität unseres Ordensgründers Don Bosco mitbekommen hat«, so Pater Wolff, der hofft, daß der nächste Papst ebenfalls ein offenes Herz für die Jugend hat.

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