Ausstellung »Gesichter in einer Dritten Welt«

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7. bis 27. Mai 2008 im Kapitelsaal des Klosters Benediktbeuern

Menschen in Urwäldern, hochkultivierte Indianerstämme, verlieren durch rücksichtslose Abholzung und Anlegen von Monokulturen ihre eigene Identität. Verführt durch Fernsehreklame, die bis in die fernsten Urwälder dringt, fliehen viele in die Städte, wo sie als »rückständige Indianer« an den Rand der Gesellschaft und in die Elendsviertel gedrängt werden. Christliche Gemeinschaften, insbesondere die Salesianer Don Boscos und die Don-Bosco Schwestern, nehmen sich dieser Probleme an und helfen mit, die kulturelle Eigenart dieser Indianervölker zu schützen und zu fördern.

Im April 2008 waren Pater Dr. h.c. Karl Oerder SDB (mi.), ehemaliger Missionsprokurator der Salesianer Don Boscos in Bonn, und Prof. Dr. Walter Möbius (li.), ehemaliger Chefarzt an der Klinik im Bonner Regierungsviertel, auf Erkundigungsreise im Nordosten Brasiliens. Prof. Möbius hat auf dieser wie auch auf anderen Südamerikareisen eindrucksvolle Fotos von »Gesichtern in einer Dritten Welt« geschossen, die im Rahmen einer Ausstellung im Kapitelsaal des Klosters Benediktbeuern gezeigt werden.

Pater Claudius Amann SDB (re.), Direktor der Salesianer Don Boscos im Kloster Benediktbeuern konnte zur Ausstellungseröffnung am Mittwoch, 7. Mai 2008, seinen Bonner Mitbruder Pater Oerder sowie den Mediziner und Fotografen Möbius begrüßen. Pater Oerder ging in seiner Ansprache auf das Wirken der Salesianer Don Boscos in Südamerika ein. Er betonte insbesondere den Einsatz des Ordens für die Ureinwohner. Der Kontakt mit der westlich geprägten Zivilisation erfolge unausweichlich und lasse sich daher nicht verhindern. Es komme darauf an, diesen Kontakt in einer humanen Weise zu gestalten, um den Menschen Lebenschancen zu bieten. Prof. Möbius erzählte, dass er es als Arzt gewohnt sei, »hinzusehen, hinzuhören und mitzufühlen«. Seinen Fotos sei oft eine längere Phase des Hinsehens vorausgegangen, bevor er das Vertrauen der Indios gewonnen habe. Interessant sei, dass die Menschen auf seinen Fotos trotz bedrückender äußerer Umstände eine große Freude ausstrahlten.

Die Ausstellung im Kapitelsaal des Klosters Benediktbeuern, die zu einem bewussten Nachdenken über Mission und Entwicklungsarbeit anregen möchte, ist noch bis zum 27. Mai 2008 zu sehen (Zugang über Klosterpforte und Kreuzgang). Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

--Nwolff.sdb 14:42, 8. Mai 2008 (CEST)

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