Adventure II – Hinter dem Horizont geht’s weiter

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Jugendliche und junge Erwachsene feiern gemeinsam die Kar- und Ostertage im Aktionszentrum Benediktbeuern

Bei sehr wechselhaften Temperaturen trafen sich in der zweiten Hälfte der Karwoche etwa 90 Jugendliche und junge Erwachsene im Aktionszentrum Benediktbeuern, um die Tage bis zum Ostersonntag in besonderer Weise miteinander zu begehen.

Gerade die Tage von Gründonnerstag bis zur Osternacht haben innerhalb der katholischen Kirche durch die vorgesehene Liturgie eine besondere Qualität und Ausrichtung. Ziel war es, im Aktionszentrum der Botschaft vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Jesu Christi miteinander zu gedenken und in den liturgischen Feiern nachzuvollziehen. Inhaltlich bildeten ausgewählte Tagesthemen den roten Faden bis zum Ostersonntag:

Der Gründonnerstag verlief mit verschiedensten thematischen Angeboten und Gesprächskreisen mit dem Motto „Abenteuer Leben“. Am Abend bildeten der Gottesdienst, die anschließende Agape, bei der in besonderer Weise nochmals des letzten Abendmahls Jesu gedacht wurde und eine Gebetsnacht sicherlich die Höhepunkte des Tages.

Mit der „Ausweglosigkeit“, die den Leidensweg Jesu bestimmt, wurde mit einem Kreuzweg gedacht, der die einzelnen Stationen aus der Perspektive Jesu beleuchtete. Am Nachmittag feierten die jungen Menschen die Karfreitagsliturgie, in der die eigenen Kreuze des Lebens meditativ und in symbolischer Weise gestaltet und vor Gott gebracht wurden.

Die einfach gehaltenen Mahlzeiten wurden schweigend eingenommen. Dadurch erfolgte eine gewisse Einschränkung im gewöhnlichen Konsumverhalten der Jugendlichen, welche die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Leiden der Menschen“ in der Welt spürbar unterstreichen sollte. Das durch diese einfachen Mahlzeiten eingesparte Geld kommt einem Projekt für junge Menschen in den Slums von Sierra Leone zugute, in dem Lothar Wagner SDB mitarbeitet.

Der Karsamstag stand unter dem Thema „Sehnsucht wagen“. In der Diskrepanz zwischen hoffen und zweifeln. Dies wurde in den thematischen Angeboten in vielfacher Form getan und mündete am Nachmittag in verschiedenste Ostervorbereitungen. Eine Vigilfeier (feierliche Nachtwache) in Form eines Stationengottesdienstes im Klostergelände, in dem die Heilsgeschichte Gottes am Menschen in unterschiedlichsten Formen dargestellt wurde, schuf den Spannungsbogen zum Ostersonntag, an dem es „hinter dem Horizont weiter geht“.

Mit dem größten Fest der Christen, der Feier der Osternacht, fanden die gemeinsamen Tage im Aktionszentrum ihren Höhepunkt. In vielen Elementen dieses Gottesdienstes, der überwiegend mit den TeilnehmerInnen gestaltet wurde, fand die Hoffnung auf die Auferstehung der Toten und die Osterfreude ihren Ausdruck. Ein ausgedehntes Osterfrühstück bildete eine letzte Stärkung der gemeinsamen und intensiven Tage im AZ.

Text: Angelika Mühlbauer

--Nils Flitter 13:14, 29. Apr. 2010 (UTC)

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