Kloster Benediktbeuern 1

„…figurativ, …abstrakt“ - Gemeinschaftsausstellung von Caroli Dienst, Werner Maier und Ulla Ott im Kreuzgang des Klosters Benediktbeuern

Veröffentlicht am: 22. Mai 2018

Eine Gemeinschaftsausstellung von besonderer Qualität erwartet Besucherinnen und Besucher des Klosters Benediktbeuern von Sonntag, 27. Mai, bis Mittwoch, 27. Juni 2018. Im Kreuzgang des Konventbaus stellen Caroli Dienst, Werner Maier und Ulla Ott Skulpturen, Aquarelle und Malerei unter dem Titel „… figurativ … abstrakt“ aus.

Caroli Dienst aus Icking bei München steuert zur Ausstellung filigrane Skulpturen aus Bronze und Terrakotta bei, die eine Länge/Höhe von 30 cm kaum überschreiten und zumeist Menschen in vielfältigen, emotional aufgeladenen Situationen einzeln, als Paar, in Gruppe oder auch auf dem Pferd zur Darstellung bringen. Das Statische einer Skulptur scheint in den Figuren in Dynamik aufgelöst, die punktuelle Momentaufnahme ist nicht erstarrte Bewegung, sondern zeigt sich so, als würde sie materialiter und energetisch verdichtet in Bewegung fließen. Ulla Otts Werke sind Bilder in Acryl und Mischtechnik, Kollagen und Drucke sowie Skizzen und Zeichnungen, die das Thema Figuration und Abstraktion besonders prägnant zum Ausdruck bringen. Aus unterschiedlichen Stadien ihres langjährigen Kunstschaffens zeigt die Münchnerin, die heute in Seeshaupt lebt und arbeitet, beeindruckende Motive von Körpern und Gestalten, in denen vielfach die Reduktion als zentrales Schaffensziel zur Perfektion gebracht ist. Komplettiert wird die Ausstellung durch Aquarelle von Werner Maier, des renommierten Münchner Malers, der sein Metier ursprünglich an der Akademie der bildenden Künste gelernt hat und sich seit Jahrzehnten durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland einen beachtlichen Ruf verschafft hat. Bei den in Benediktbeuern von ihm vorgestellten Exponaten überwiegen Aquarelle mit sich transparent überlagernden, in der Farbabstimmung harmonischen Farbfeldern, die den vollständig abstrakten Teil der Ausstellung bilden. Einige seiner Landschaftsaquarelle, deren besonderer Reiz in der Art besteht, wie Maier das Licht darin einfängt und es, wie er es selbst beschreibt, „zum Dirigenten macht“, wird der Künstler jedoch auch dem Publikum präsentieren.

Die Vernissage findet am Tag der Ausstellungseröffnung, dem 27. Mai 2018, um 16.00 Uhr im Kreuzgang statt. Die Kunsthistorikerin und Philosophin Vivien Rathjen, u. a. seit März 2017 Leiterin des Kunstvereins Die Roseninsel, hält den Eröffnungsvortrag. Für die musikalische Umrahmung sorgt die „Schäftlarner Stubenmusi“ mit Weisen aus der Volksmusik und klassischen Stücken.

Die Ausstellung ist täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Die KünstlerInnen werden wöchentlich am Mittwoch ab 16.00 Uhr in ihrer Ausstellung anwesend sein und für Fragen der Besucher zur Verfügung stehen. Auch kurze Führungen durch die Ausstellung sind in diesem Zeitraum auf Wunsch möglich. Mit einer Finissage wird die Ausstellung am 27. Juni 2018, ebenfalls um 16.00 Uhr im Kreuzgang, beendet.

Weitere Informationen

Caroli Dienst wurde in Stellenbosch bei Kapstadt in Südafrika geboren, studierte dort Psychologie und Zoologie, nach ihrer Übersiedlung nach München Forstwirtschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität. Im Anschluss war sie als Porzellanrestauratorin tätig, bevor sie mit der Schaffung von Skulpturen und Reliefs in Bronze und Terrakotta begann. Diese stellt sie international aus. Neben Einzel- und Gruppenausstellungen in München und Umgebung sind ihre Werke bereits in Brüssel, Boston und Paris vorgestellt worden. Die Mutter von fünf Kindern lebt und arbeitet in Icking bei München.
Caroli Dienst schreibt über ihre Arbeit: „Der menschliche Körper, ruhend oder in Bewegung, nackt oder angezogen, ist sicherlich eines der beliebtesten Motive für Bronzeskulpturen. Dieses Sujet hat mich seit Jahren zu kreativen Impulsen inspiriert. Auf der Suche nach Wahrheit und Schönheit gestalte ich Formen, die ich sehe, interpretiere diese und lege Emotionen frei. Die Anatomie des menschlichen Körpers ist seit jeher gleich. Ich versuche darüber hinaus in meinen Skulpturen die komplexe Psyche und Persönlichkeit zu ergründen.“
Weitere Informationen unter www.aktskulptur.com

 

Werner Maier (* 1956 in München) hat Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München studiert, mehrere Stipendien, zuletzt 1999 das Stadtmalerstipendium Bremervörde, erhalten, zahlreiche Studienreisen ins Ausland unternommen und in der Folge seines Studiums an der Münchner Akademie dort gelegentliche Lehraufträge übernommen. Aus seinem breiten Schaffensspektrum, das z. B. auch Radierungen und Aktzeichnungen umfasst, präsentiert der ausgebildete Gestaltungstherapeut in Benediktbeuern lediglich abstrakte Farbfelder-Aquarelle und Landschaftsaquarelle.
Zu seinen Aquarellen siehe den Beitrag „Transparente Farben“ von Anna Erfle, Süddeutsche Zeitung vom 23.7.2003 auf www.werner-maier-kunst.de/text.php?id=35.
Über seine Landschaftsaquarelle schreibt der Künstler: „Seit ich male, bezaubert mich die Leichtigkeit des Aquarells. Kein anderes Medium verfließt derart transparent. In den Farbverläufen der wässrigen Lasuren entsteht eine faszinierende Leuchtkraft. Manchmal scheint es, als würde die Sonne über meine Abbildungen fließen. Dieses magische Leuchten zeigt sich auch in der Natur beim Blick zum Horizont: Das Licht wird zum Dirigenten, der alle Formen der Landschaft in Beziehung setzt. Darüber fängt ein unnachahmliches Wolkenfirmament die Sonnenstrahlen.“
Weitere Informationen unter www.wernermaier.com sowie www.werner-maier-kunst.de

Ulla Ott ist freischaffende Künstlerin mit einem Atelier in Seeshaupt. Als Autodidaktin zur Malerei gekommen, war sie bereits vor 40 Jahren in München als Leiterin einer Malschule für Ölmalerei und als Mitbegründerin beim Künstlerstammtisch Pasing tätig. Seither hat sich Ulla Ott beständig bei namhaften Künstlern und in freien Kunstakademien fortgebildet, zuletzt an der freien Kunstakademie Augsburg das von fünf Dozenten begleitete Studienjahr „Vom Akt zur freien Figuration“ absolviert. Als aktives Mitglied in den Kunstvereinen „Tölzer Land und „Die Roseninsel“ in Starnberg bietet sie Workshops für Anfänger und Fortgeschrittene in ihrem Atelier in Seeshaupt an. Regelmäßig stellt Ulla Ott ihre Werke aus, bevorzugt in München und im Bayerischen Oberland. Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen der Bernrieder Kunstausstellung fünf Werke von Ulla Ott im Buchheim-Museum präsentiert.
Weitere Informationen unter www.bilder-ullaott.com

 

 

 

 

Dr. Jürgen Werlitz
Pressestelle des Klosters Benediktbeuern

Fotos (von den KünstlerInnen, von diesen ausschließlich für die Berichterstattung über die Kunstausstellung im Kloster Benediktbeuern freigegeben):
•    Caroli Dienst, Flüchtlinge, 2011, Bronze, Größe: 26,5 x 19 x 9 cm.
•    Werner Maier, Blauer Farbraum, Größe: 57 cm x 38,5 cm auf Bütten
•    Ulla Ott, Figuration, 2017, Mischtechnik, Größe: 100 x 70 cm

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